Die kurze Antwort
Eine gute Website für Versicherungsmakler baut Vertrauen auf, bevor das erste Gespräch stattfindet. Sie zeigt, für wen du arbeitest, wie die Beratung abläuft und wie man einen Termin bekommt. Dazu gehören die Pflichtangaben zum Vermittlerstatus nach § 34d GewO und der Versicherungsvermittlungsverordnung, etwa Registernummer und Schlichtungsstellen. Ohne klaren Terminweg und Messung der Anfragen bleibt sie eine digitale Visitenkarte.
Warum Makler eine eigene Website brauchen
Versicherungen kauft man nicht spontan. Wer eine Empfehlung bekommt oder auf eine Anzeige stößt, schaut sich zuerst an, wer hinter dem Namen steht. Die Website entscheidet dann, ob aus dem Interesse ein Termin wird oder ob der Interessent zum nächsten Vergleichsportal weiterklickt.
Gegen Vergleichsportale und Direktversicherer gewinnst du nicht über den Preis. Du gewinnst über Persönlichkeit, Spezialisierung und Erreichbarkeit. Genau das muss die Website in wenigen Sekunden zeigen.
Diese Inhalte gehören auf eine Makler-Website
- Klare Zielgruppe: Für wen arbeitest du? Gewerbekunden, Ärzte, junge Familien, Handwerksbetriebe? Eine klare Spezialisierung wirkt kompetenter als ein Bauchladen aller Sparten.
- Die Person hinter dem Büro: Ein echtes Foto, ein kurzer Werdegang und deine Arbeitsweise. Menschen vertrauen Menschen, nicht Logos.
- Ablauf der Beratung: Was passiert im Erstgespräch, was kostet es, was bringt der Kunde mit? Ein klarer Ablauf senkt die Hemmschwelle.
- Leistungen nach Lebenslage: Statt einer Liste aller Sparten lieber Situationen wie „Ich mache mich selbstständig“ oder „Wir bekommen ein Kind“.
- Einfacher Terminweg: Online-Terminbuchung, Rückrufbitte oder ein kurzes Formular, auf jeder Seite erreichbar.
- Vertrauensbausteine: Echte Bewertungen, Mitgliedschaften und Qualifikationen. Nur was belegbar ist, nichts Erfundenes.
Pflichtangaben für Versicherungsmakler
Versicherungsvermittler haben neben dem allgemeinen Impressum besondere Informationspflichten. Die Erstinformation nach § 15 der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) muss beim ersten Geschäftskontakt vorliegen. Viele Makler stellen sie deshalb zusätzlich dauerhaft auf ihre Website. Üblich sind diese Angaben:
| Angabe | Beispiel bzw. Hinweis |
|---|---|
| Name und Anschrift | Wie im Impressum |
| Status | Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO |
| Registernummer | Eintrag im Vermittlerregister, abrufbar unter vermittlerregister.info |
| Registerstelle | Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) |
| Erlaubnisbehörde | Die zuständige IHK |
| Schlichtungsstellen | Versicherungsombudsmann sowie Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung |
| Beteiligungen | Direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % an bzw. von Versicherungsunternehmen |
| Art der Vergütung | Zum Beispiel Courtage, Honorar oder eine Kombination |
Typische Fehler auf Makler-Websites
- Alles für alle: Jede Sparte gleich gewichtet, keine erkennbare Spezialisierung.
- Stockfotos statt Gesicht: Händeschüttelnde Anzugträger wirken austauschbar.
- Versteckter Terminweg: Nur eine Kontaktseite mit E-Mail-Adresse, kein Kalender, kein Rückruf.
- Veraltete Pflichtangaben: Alte Registernummer, fehlende Schlichtungsstellen oder ein Impressum, das noch auf das TMG verweist statt auf das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG).
- Keine Messung: Niemand weiß, wie viele Anfragen über die Website kommen und von welcher Seite.
- Langsam am Handy: Ein großer Teil der Besucher kommt mobil. Lange Ladezeiten kosten Anfragen.
Gefunden werden: Google, Empfehlungen und KI-Suche
Für Makler mit regionalem Schwerpunkt zählen ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und Seiten zu den Themen, nach denen Kunden in deiner Region suchen, etwa „Gewerbeversicherung Handwerk Regensburg“. Wer bundesweit remote berät, braucht eher Ratgeber-Inhalte zu seiner Nische.
Auch Empfehlungen landen fast immer erst auf der Website. Und immer mehr Menschen fragen ChatGPT & Co. nach einem passenden Berater. Klar gegliederte Inhalte mit eindeutigen Antworten und sauberen Strukturdaten helfen Google und KI-Suchsystemen, dich einzuordnen. Mehr dazu auf unserer Seite zu SEO und GEO.
Was kostet eine Website für Versicherungsmakler?
Für eine einzelne Kampagne, etwa zur Gewerbeversicherung oder zur Mitarbeitergewinnung, reicht oft eine Landingpage ab 1.490 €. Für einen vollständigen Auftritt mit Leistungs-, Themen- und Regionsseiten, Terminbuchung und Vorqualifizierung ist die Website Premium ab 4.900 € gedacht. Die Betreuung mit Hosting, Updates und Backups beginnt bei 99 € im Monat.
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet, die genannten Preise sind Endpreise. Alle Pakete mit Leistungsumfang findest du auf unserer Preisseite, Hintergründe zu Marktpreisen im Ratgeber Was kostet eine Website 2026?.
Häufige Fragen
Muss die Erstinformation auf die Website?
Die Erstinformation nach § 15 VersVermV muss beim ersten Geschäftskontakt vorliegen. Viele Makler stellen sie zusätzlich dauerhaft auf die Website, weil der erste Kontakt oft dort stattfindet. Lass die konkrete Umsetzung rechtlich prüfen.
Wo finde ich meine Registernummer?
Im Vermittlerregister des DIHK unter vermittlerregister.info. Die Nummer gehört in Impressum und Erstinformation.
Reicht eine Seite beim Maklerpool oder Verbund?
Als Einstieg ja, sie ist aber meist austauschbar und gehört nicht dir. Eine eigene Website zeigt deine Spezialisierung, gehört dir und lässt sich gezielt für Google und Anzeigen aufbauen.
Lohnt sich eine Website, wenn ich fast nur über Empfehlungen arbeite?
Gerade dann. Wer eine Empfehlung bekommt, sucht dich fast immer zuerst online. Die Website entscheidet, ob er anruft.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Eine Landingpage ist meist in ein bis zwei Wochen online, ein Auftritt mit mehreren Themenseiten in vier bis acht Wochen, sobald Inhalte und Zugänge vorliegen.